Update howto 1und1 root server mit aktuellem Plesk 8.3 von SuSE 9.3 auf SuSE 10.1

Verfasst am von in admin, linux.

Ich will meinen 1und1 root server updaten, da das Plesk mit Version 8.3 aktuell ist, aber die drunterliegende SuSE eine 9.3, die nicht mehr gepatcht wird. Eine gute Gelegenheit, um den ganzen Ablauf zu dokumentieren. Da ich schon einmal schlechte Erfahrungen mit „pleskbackup“ machen musste, werden die wichtigen Dienste und Verzeichnisse zusaetzlich haendisch gesichert. Die Verzeichnispfade sollten mit einer Plesk Standardinstallation konform sein. Dieses Howto setzt grundlegende Linux Kenntnisse voraus. Ich uebernehme keine Verantwortung fuer Datenverluste.

Gute Lektuere im Vorfeld gibt es fuer Plesk hier, fuer tar hier und fuer mysqladmin hier.

Vorbereitung:

Ich habe mir mit „shell> mkdir -p /home/backup/01032008“ ein Verzeichnis fuer die Backups angelegt.
Da der Server neuinitialisiert wird, braucht man Möglichkeit die entstehenden Dateien auszulagern.

Schritt 1 (Backup):

Checkliste Plesk Backup rootserver:

  • mit „shell> /usr/local/psa/bin/autoupdate“ wird das Plesk auf den aktuellsten Stand gebracht.
  • „shell> /usr/local/psa/bin/pleskbackup all /home/backup/01032008/plesk_all.bck“ erzeugt ein Plesk Backup aller Plesk relevanten Inhalte.

Checkliste haendisches Backup rootserver:

  • einpacken des qmail Verzeichnisses mit „shell> cd /var/spool/qmail“ und „shell> tar -cSpv –atime-preserve -f /home/backup/01032008/qmail.tar .“
  • einpacken der webserververzeichnisse mit „shell> cd /srv/www/vhosts/“ und „shell> tar -cSpv –atime-preserve -f /home/backup/01032008/vhosts.tar . „
  • einpacken des /etc Verzeichnisses mit „shell> cd /etc/“ und „shell> tar -cSpv –atime-preserve -f /home/backup/01032008/etc.tar . „
  • einpacken des /home Verzeichnisses mit „shell> cd /home/“ und „shell> tar -cSpv –exclude=/home/backup –atime-preserve -f /home/backup/01032008/home.tar . „
  • sichern der gesamten mysql mit „shell> mysqldump -u -p -A > /home/backup/01032008/mysql.sql“

2. Schritt(Neuinitialisierung):

  • Wir verschieben die unter /home/backup/01032008/ liegenden Dateien auf ein externes Backupspace.
  • Im 1und1 Kundencenter initialisieren wir den Server (leider nur mit der SuSE 10.1 mit Plesk 8.1 – grrrr) neu

[Update 03.03.2008 – 5:40]
Zwischenspiel:
Turbinen Server war 61 Stunden unten…zu schwach fuer SuSe 10.1 + Plesk8 so sagt es jedenfalls der 1und1 Support…am Wochenende liest auch keiner im 1und1 Support emails…aber dazu spaeter mehr…das ist einen eigenen Artikel wert…ich ab alles dokumentiert…und twitter hat meinen frust abgekriegt 😉

3. Schritt(Neuinstallation)

Da es nur eine SuSE 9.3 mit Plesk 8.0 geworden ist, patchen wir uns wieder auf Plesk 8.3.0 … gaehn – to be continued. laeuft erstma wieder – good night

[Update 03.03.2008 – 19:51]
Der offizielle plesk-8-backup-restore-users-guide.pdf ist hier zu bekommen. Dessen Lektuere moechte ich parallel zu diesem Tutorial empfehlen.

Unser Ausgangspunkt ist nun leider „nur „eine SuSE 9.3 mit Plesk 8.0.1. Fuer eine SuSE 10.x sollte dieses Tutorial auch funktionieren. Mit „shell>yast online_update“ bringen wir die SuSE 9.3 auf den aktuellsten Stand. Danach daten wir Plesk mit „shell>/usr/local/psa/bin/autoinstaller“ up. Dieses sollte Schritt fuer Schritt ueber die einzelnen Versionsstufen erfolgen. Fuer mich (auf meinem langsamen Server, der laut 1und1 keine SuSE 10.x mit Plesk 8.x kann) hat es sich als sinnvoll herausgestellt, zunaechst nur die wichtigsten Pakete upzudaten und watchdog, Application Vault, etwaige Gameserver usw. usf. erstmal zu deinstallieren. Wenn wir dann irgendwann beim aktuellen Plesk 8.3.0 angekommen sind, dann installieren wir die gewuenschten Pakete nach. Das kann dann mit dem grafischen Updater erfolgen. Das hochpatchen bis zum Plesk 8.3.0 sollte mit dem autoinstaller erfolgen.

4. Schritt (Restore)
Wir legen mit „shell> mkdir -p /home/backup/01032008“ wieder unser Backup Verzeichnis unterhalb von /home an.
Nun kopieren wir uns die unter Schritt Schritt 1 erstellten Dateien zurueck auf den rootserver.
Dies kann mit „scp user@host:/verzeichnis/datei /home/backup/01032008“ erfolgen.
Wir sollten nachdem wir alle Dateien runtergeladen haben, die folgenden Dateien im Backup Verzeichnis haben:

  • plesk_all.bck (mit pleskbackup erstellter Gesamtdump von Plesk)
  • mysql.sql (mit mysqldump erstellter dump aller mysql Datenbanken)
  • etc.tar (eingepacktes /etc)
  • home.tar (die homes eingepackt)
  • vhosts.tar (unsere webserverdateien inculsive der logfiles und jeweiligen Konfigurationsdateien)
  • qmail.tar (mailboxen aller user)

Zuallerst werden wir unser Pleskbackup einspielen. Dazu muss zuerst eine sogenannte map Datei angelegt. werden. Das geschieht mit „shell>/usr/local/psa/bin/pleskrestore –create-map /home/backup/01032008/plesk_all.bck -map /home/backup/01032008/restore.map“. Nach anlegen der map Datei wird mit „/usr/local/psa/bin/pleskrestore –restore -level all /home/backup/01032008/plesk_all.bck -map /home/backup/01032008/restore.map“ das von uns erstellte Backup eingespielt. Es sollte alles wieder hergestellt sein. Ich moechte darauf hinweisen, das das Backup auf jeden fall mit der Plesk Version eingespielt werden muss unter der es erstellt wurde.

Falls etwas schiefgeht kann der Server auch mit den anderen Backups Stueck fuer Stueck zusammengesetzt werden. Bei dieser Aktion hatte er die Blog DB „vergessen“, allerdings habe ich die auch nicht direkt im Plesk angelegt. Soweit ich das bis jetzt ueberprueft habe, waren bei mir alle im Plesk angelegten Datenbanken da, ebenso wie emails und webserverdateien.

Ich hoffe ihr habt nicht soviel Stress, wie ich um den rootie wiederzubekommen. Das witztige dabei ist, das 1und1 scheinbar die grafische Yast2 Routine verwendet, um die Server images zurueckzuspielen. Das die grafische Installation mit Yast2 mehr RAM braucht als mein rootie hat, das wusste ich. Denn unter meinen Schreibtisch laeuft ein 800er Duron mit 256 MB (also noch schwaecher als der rootie) und einer SuSE 10.3 mit MAMP und diversen Anwendungen drauf. Die Kommandozeilen Installation mit yast lief einwandfrei, hat zwar ewig gedauert, aber ging. Nachdem er installiert ist hat er auch einen Desktop mit grafischer Yast2 Oberfläche. Der Rechneropa krueckt zwar langsam um die Ecken und macht hin und wieder ein Paeuschen, aber stehenbleiben tut er nicht.

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